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Vorgeschichte

der Vereinsgründung 
Neurochirurgische Hilfe Indien e.V.

1988 besuchte ich auf Einladung von Savita Apte, einer befreundeten Inderin, die ich über das Goethe - Institut kennen gelernt habe, Puna in Indien. Dort lernte ich ihren Familien- und Freundeskreis kennen. Diese Menschen, insbesondere Savitas Vater, ihre Mutter und ihr Bruder Jaydev, beeindruckten mich tief.

Zu diesem Zeitpunkt studierte ihr Bruder noch Medizin und wir freundeten uns recht schnell an. Nach 16 Jahren kam es wieder zu einer Einladung, nachdem Savita im Sommer 2004 einen Lehrgang am Goethe - Institut absolviert hatte. Über Weihnachten besuchte ich mit meiner Familie Puna, um endlich meine alten Bekannten wiederzusehen. Aus Savitas Bruder war mittlerweile ein erfolgreicher Gehirnchirurg geworden.

Wir besuchten in Puna das Krankenhaus, in dem Jaydev mit seiner Frau, einer Anästhesistin, arbeitet. Wir besichtigten Krankenzimmer und weitere Einrichtungen, lernten Ärzte und Patienten kennen. Die Ausstattung des Krankenhauses machte einen guten Eindruck, soweit ich das beurteilen konnte.

An einem unserer letzten Abende hat sich Jaydev durchgerungen auch über Probleme zu berichten, mit denen er in seinem Alltag als Chirurg immer wieder konfrontiert wird. Er zeigte mir eine Demo - CD, in der er mir seine Arbeit erläuterte. Das Hauptproblem besteht darin, dass die Bevölkerung in Indien keine Krankenversicherung hat. Viele seiner Patienten müssen auf Operationen verzichten, da kein Geld vorhanden ist. Deshalb führt Jaydev in seiner Heimat viele Operationen mit großem Engagement ohne Honorar durch, obwohl er wie viele seiner Kollegen mit seinen Fähigkeiten auch ins Ausland gehen und dort viel Geld verdienen könnte. Auch die Krankenhausgesellschaft verzichtet sehr oft auf ihre Bezahlung. Das größte Problem besteht aber darin, dass sich die Patienten Rehabilitationsmaßnahmen und Medikamente nach der Operation nicht leisten können.

Viele der Menschen in den Slums oder aus den Dörfern rings um Puna leben wirklich am Existenzminimum. So gut wie keiner hat eine Krankenversicherung und kann sich aufwändige oder auch einfache chirurgische Eingriffe, die das Leben sicherlich verlängern könnten, oft aus Geldmangel nicht leisten.

Dies alles hat  uns so sehr beeindruckt, dass wir uns entschlossen haben, etwas für diese armen Menschen  zu tun. Es ist sicher ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es ist eine direkte Hilfe für Menschen, die ihren Beruf als Berufung sehen.

Deshalb gründeten wir einen Verein zur Unterstützung der Chirurgen im Deenanath – Mangeshkar – Krankenhaus, damit möglichst viele Menschen dort auch mit moderner Medizin versorgt werden können. Bei der Gründungsversammlung am 3. Mai 2005 konnten wir das Projekt mit 19 Gründungsmitgliedern starten. Inzwischen, im August 2009 hat der Verein bereits 60 Mitglieder. Wir sind glücklich, dass wir die Gelegenheit haben, dieses Projekt zu unterstützen. Der Grundstein ist damit gelegt. Um darauf eine langfristige, verlässliche Hilfe aufbauen zu können, brauchen wir aber noch möglichst vielfältige und engagierte kreative und finanzielle Unterstützung.

Sigmund Opferkuch



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